Liebe Annemie, vielen herzlichen Dank für dein Vorstellung! Und danke für den Artikel! Und ja, für die eigene Stimme kritisiert zu werden, trifft. Tief. Weil Stimme etwas so unglaublich Persönliches ist. Und weil wir meistens nicht wissen, dass unsere "normale" Stimme das Ergebnis von unzähligen unbewussten Entscheidungen ist. Das fängt schon damit an, dass wir in eine bestimmte Klangwelt hineingeboren werden (Deutsch nutzt das System anders als Italienisch oder Mandarin) und durch Imitation lernen. Oder damit, dass wir als Kind einen hohen Kehlkopf haben und alle Bewegungsmuster auf diesen hohen Kehlkopf abspeichern. Später, als Teenager, könnten wir uns (rein biomechanisch) für einen tieferen Klag entscheiden. Wenn wir denn wüssten, dass wir wählen könnten... Und WIE das geht... Aber deswegen gibt's Menschen wie mich, die dir überhaupt erst einmal sagen, DASS du eine Wahl hast. Und die dir zeigen können, WIE du wählen kannst. Ein Vorgeschmack? Rein biomechanisch ziemlich einfach: es braucht einen tieferen Kehlkopf und eine Öffnung um's Zungenbein, so dass der Raum zwischen Stimmlippen und Zungenbein als Resonanzraum für die tieferen Frequenzen zur Verfügung steht. Dann hat die Stimme einen Grundton, klingt satt, es schwingt herrlich angenehm im Brustkorb und fühlt sich an, als würde der ganze Mensch klingen. Egal, ob die Stimme von ihrer Veranlagung (angeborene Muskelmasse und Länge des Stimmlippenmuskels) her eher höher oder tiefer ist. Falls dich das neugierig gemacht und du mehr wissen möchtest - oder es sogar erfahren willst - lass es mich einfach wissen. Das Thema "hohe Stimme" und dafür kritisiert werden haben recht viele Menschen...