Hallo an alle mit-Prokrastinierenden,
heute hatte ich folgendes Erlebnis, was vielen hier sicher bekannt vorkommen wird. In der heutigen 1Hour4You Stunde wurde mir dann ans Herz gelegt, dieses mal in der Community zu teilen <3 ;-) Here we go: Ich beschäftige mich seit einiger Zeit etwas näher mit AI/KI (u.A. für Canva, aber auch Agenten, Automatisierungen etc.). Nun wurde ich von einer netten Person aus einem anderen Netzwerk bei einem zufälligen Kaffee Austausch gefragt, ob ich mit ihr gemeinsam (als Einstieg in die Zusammenarbeit) einen "AI Tools in Canva" Workshop gebe, also dort den Teilnehmenden die KI Tools in Canva vorstellen und dann auch gemeinsam ausprobieren möchte. So schön so gut, neue Herausforderung, here we come. Ich hab natürlich ja gesagt. Wir wollen uns ja weiterentwickeln und neue Dinge ausprobieren, nicht wahr? Ich also ...hab mir dann mehrere Time Slots gebucht über die letzten 2 Wochen um diesen besagten Workshop vorzubereiten und mit Inhalten zu füllen. Wie man das so macht in der neurotypischen Welt.
Tja und dann kam da dieses Gehirn dazwischen. "Kann ich das denn überhaupt gut genug?", "Da gibt es doch sicher andere "echte" Experten, die das viel besser können als ich"...und auch "ohje, wo fang ich bloß an?" und "ich weiß gar nicht so richtig auf welchem Stand die Teilnehmenden sind und eigentlich fehlen mir noch Infos". Ende vom Lied war, dass ich prokrastiniert habe. Immer und immer wieder. "Na gut, dann eben morgen". Und es ist nicht das erste Mal und es nervt mich. Defakto habe ich glaube ich 45 min den Workshop vorbereitet (in den letzten 2 Wochen), als ich eine Body-doubling Stunde mit einer Bekannten machte. Einer der Gründe: der gute alte Perfektionismus. So saß ich also heute um 11 Uhr in der 1Hour4You und teilte meinen Fall. Um 13 Uhr war der Termin, wo ich mit der netten Person den Workshop durchgehen wollte. Mit den erarbeiteten Dingen von mir, die noch nicht existierten.
Hab ich es am Ende geschafft und hatte Input? JA (das ist bei mir eigentlich nie das Problem, wenn es auch nicht 110% waren). Der Termin lief ehrlich gesagt total gut und ich hatte alles was ich brauchte tatsächlich vorliegen (man glaubt es kaum). Hab ich mir mal wieder unnötig Stress vorher gemacht und es hätte so viel leichter sein können? Auch ja. Ich bin dann immer ein bisschen sauer auf mich, weil ich doch alles auch in Ruhe vorbereiten hätte können, statt 1,5 Stunde super gestresst. Es scheint aber so, dass ich mir erst dann erlaube richtig anzufangen, wenn ich weiß "OK, ich hab jetzt noch 1,5 Stunden, besser hätte ich es in der kurzen Zeit nicht machen können". Verrückt oder?
Hab ich was gelernt? Ein bisschen, aber ich werde es sicher wieder machen. Denn die Autobahnen in unseren Köpfen sind nunmal da und die neuen Pfade (aka in Ruhe vorarbeiten ohne ultra-Perfektionismus) noch sehr frisch. Also hier eine Idee: Wer hätte Lust auf einen Perfektionisten-Prokrastinations-Club, einen "eat the frog" Club? Eine feste Stunde pro Woche, wo wir uns treffen, sagen was wir heute machen (5 min ca.) und dann MACHEN (55 min). Oder zumindest anfangen. Und vielleicht uns hinterher ein bisschen feiern?
Falls du bis hier hin gelesen hast: Danke für deine Aufmerksamkeit. Wenn du magst, teile doch sehr gerne auch deine Erfahrung in den Kommentaren. Ich trink jetzt erstmal einen Tee im Wissen, dass 80% scheinbar auch ausreichen und die Perfektion auch mal schön leise sein darf heute. Ich freu mich auf euren Input.
Liebe Grüße an euch
Kathi