Hallo Zusammen,
manche kennen mich vllt noch, manche haben sich vllt gefragt, ob ich verschollen bin. Bin ich nicht 😉
hat ab und zu "nach mir geschaut" und mich darin bestärkt vllt mal darüber zu schreiben wie es ist nach einer längeren Reisezeit wieder in der Heimat zu sein. Kurz mal zusammengefasst: ich war von Juli bis Dezember 2025 in Asien. Gestartet in Berlin, für ein paar Tage Warschau, dann ging es nach: Indien, Sri Lanka, Malediven, Vietnam, Thailand, Japan.
Die eigentliche Idee: einmal um den Erdball.
Der Grund: ich hatte schon seit dem Abi (2011) den Wunsch die Welt zu bereisen, vor ca. 2,5 Jahren bin ich das dann final angegangen, ohne zu wissen warum ich das eigtl noch machen wollte. Denn eine Bucketlist wie früher gab es nicht mehr.
Wie es häufig so ist: im Rückblick ergibt alles Sinn.
Warum schon wieder zurück? Ich konnte nicht mehr. Und ich wollte nicht mehr.
War es richtig? Absolut. Ich fühle mich gut.
Will ich wieder weg? Sicherlich. Für einen Urlaub, vllt 2-4 Wochen. Aber nicht mehr so lang.
Warum nicht mehr so lange? Ich bin satt. Reisen ist auf Dauer anstrengend. Nicht bewusst, sondern unterbewusst. Wenn du es nicht schaffst dich zwischendurch irgendwo zu settlen, bist du pausenlos in Bewegung und im Überlebensmodus.
In vielen Reiseberichten liest man davon, dass es schwer ist wieder in den Alltag zu finden, das man am liebsten wieder weg will. Wieder weg will ich nicht, aber es ist schwer. Ich habe es immer beschrieben, als Schauspielerin im eigenen alten Leben - das beschreibt es aber auch nur im Ansatz...
Ich könnte noch so so viel mehr schreiben, aber das ist es nun erst einmal fürs Erste...
Ich könnte vermutlich ein halbes Buch schreiben, wie viele hier, die ähnliche Erfahrungen machen. Es ist schwer alles zu berichten und gleichzeitig nicht zu ausschweifend zu werden. Die Worte überhaupt zu finden...
Achso, kurz zurück zum "im Rückblick ergibt alles Sinn": diese Reise war meine Suche nach Liebe und Wertschätzung. Und ich habe sie gefunden. Die tiefe Erkenntnis, dass ich längst geliebt wurde und geliebt werde und sagen kann, dass ich geliebt habe und liebe. Aus tiefstem Herzen. Und die Erkenntnis, dass das ein Geschenk ist, welches viele Menschen nicht erleben.
Das war während meiner vorletzten Meditation in einem buddhistischen Kloster im thailändischen Dschungel.
Das klingt pathetisch, ist jedoch war. ❤️