Mir fällt immer wieder auf, dass man seine selbst produzierte Musik (auch anderes) fast automatisch ziemlich gut findet.
Man steckt so tief drin – emotional und technisch – dass man irgendwie den Zugang dazu hat, den Außenstehende eben nicht haben.
In der Realität ist es aber oft so: Hörer haben diesen Kontext nicht. Für sie muss ein Track relativ schnell „greifen“ – irgendwas Besonderes, Sympathisches oder Eigenständiges (nicht austauschbares) haben. Große, bekannte Acts haben da natürlich einen Vorteil: Sie bringen schon eine Art Vertrauensvorschuss mit und der Zugang ist sofort da.
Also Geschmack ist sowieso so eine Sache für sich...
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass vieles, was man hier (oder auch bei Suno) hört, oft recht austauschbar ist oder dieses gewisse „ETWAS“ fehlt. Ich glaube, genau dafür muss man ein Gespür entwickeln – dieses feine Gefühl dafür, wann ein Track wirklich heraussticht und wann er zwar „gut gemacht“, aber eben nicht besonders ist.
Kennt ihr dieses Phänomen?
Ich merke bei mir selbst, dass ich meine Sachen ständig hinterfrage und bewusst nach wirklich (schei....) ehrlichem Feedback suche – auch wenn’s manchmal wehtut. Aber genau das bringt einen ja weiter.
Was mir auch hilft: einfach mal 2–3 Tage liegen lassen und dann mit etwas Abstand nochmal hören. Oft wirkt es dann plötzlich ganz anders.
Wie geht ihr damit um?