Ein Zertifikat, eine Website – mehr braucht es heute nicht, um sich Hundetrainer zu nennen. Das ist erstmal nichts Schlechtes: viele Menschen finden so überhaupt erst zu diesem Beruf, und manche von ihnen entwickeln sich zu wirklich guten Trainern. Für dich als Hundehalter macht es die Wahl aber schwerer, denn auf den ersten Blick sehen sich die Angebote oft zum Verwechseln ähnlich. Gleiche Website-Baukästen, ähnliche Stockfotos, ähnliche Versprechen von "entspanntem Zusammenleben" und "artgerechtem Training".
Was die wenigsten wissen: "Hundetrainer" ist in Deutschland kein geschützter Begriff. Es gibt weder eine einheitlich geregelte Ausbildung noch einen staatlich anerkannten Abschluss – im Grunde darf sich jeder so nennen, unabhängig davon, wie viel er tatsächlich weiß. Genau das erklärt, warum sich die Angebote so ähneln: Es fehlt schlicht der gemeinsame Maßstab, an dem du dich orientieren könntest.
Ein paar Fragen helfen dir trotzdem, schon vorab herauszufinden, ob es wirklich passt. Eine gute erste Frage: welche der vier Lernquadranten – positive Verstärkung, negative Verstärkung, positive Strafe, negative Strafe – setzt die Person bewusst ein, und worauf verzichtet sie bei eurem Hund vielleicht bewusst? Eine vage Antwort wie "ich arbeite nur positiv, das reicht" oder "ich mache das schon lange so" verrät oft mehr über Ideologie als über euren konkreten Hund.
Eine zweite Frage: liegt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz vor? Die braucht, wer Hunde gewerblich trainiert – eine Sachkundeprüfung durch das Veterinäramt. Aber Vorsicht mit falscher Sicherheit: weil es keine bundeseinheitliche Prüfungsordnung gibt, entscheidet jedes Veterinäramt selbst, wie streng geprüft wird. Viele verlangen ein aufwändiges Fachgespräch und eine praktische Prüfung. Die Erlaubnis zeigt also vor allem, dass jemand gewerblich arbeiten darf – sie garantiert noch nicht automatisch Qualität. Und: reine Social-Media-Angebote und ehrenamtliche Vereinsarbeit fallen häufig ganz aus dieser Pflicht heraus, weil dort formal nicht gewerblich oder nicht direkt am Hund gearbeitet wird. Ein blinder Fleck im System, den man kennen sollte.
Und dann die Frage nach der Erfahrung selbst: wie viele Hunde und Menschen wurden schon begleitet, über welchen Zeitraum, mit welchen Problemen? Gute Trainer erzählen darüber gern, mit konkreten Beispielen statt vagen Zahlen. Für mich persönlich zählt jemand erst nach mehreren hundert Hunden und über zehn Jahren echter Praxis wirklich als erfahren – das ist meine eigene Messlatte, nicht die einzig gültige, aber eine, die sich in über drei Jahrzehnten immer wieder bestätigt hat. Bei mir selbst sind es nach 35 Jahren Praxis mit Sicherheit weit über 3.000 begleitete Hunde.
35 Jahre als Hundetrainerin und Hundephysiotherapeutin, 25 Jahre Trainerausbildung, 30 Jahre Arbeit mit Tieren am Filmset, weit über 3.000 begleitete Hunde – genau daraus wächst das Verständnis, das du dir für deinen Hund wünschst.
Ich nehme kein Blatt vor den Mund – dafür bekommst du bei mir ehrliche Antworten statt Wohlfühlfloskeln. Meine Community ist aktuell noch kostenlos. Schau vorbei, wenn du aktiv mitmachen willst – du bist herzlich willkommen.