25 Jahre. Hunderte Projekte. Und mit jedem wächst meine Liste an Dingen, die IMMER floppen.
Vor roundabout zehn Jahren saß ich mit einer Kanzlei am Tisch.
Die Website-Texte waren alt, aber „eigentlich ganz okay“.
Ich sollte sie für den Relaunch „nur leicht modernisieren“. Ohne Strategiemeeting vorab, ohne Sparring, ohne weitere Infos über Zielgruppe, Ton, Positionierung.
Ich hab’s gemacht wider besseres Wissen, weil der Kunde nichts für zusätzliche Arbeit zahlen wollte.
Wie doof kann man sein... Peinlich.
Und heute? Die Texte stehen immer noch.
Die Kanzlei dagegen schrumpfte.
Und schrumpfte.
Und schrumpfte.
Würde ich heute nicht mehr so machen. Heute gibt es bei mir keine Website-Texte ohne Workshop. Punkt. Vielleicht hätte man auf diese Art was retten können.
Es gibt nämlich Dinge, die einfach NIE funktionieren:
• „Wir wollen alle erreichen.“
Spoiler: Niemand fühlt sich gemeint, niemand fühlt sich angesprochen.
• „Der Text soll professionell klingen. Seriös. Nüchtern.“
Das Ergebnis: Eine Decke aus glattgebügelter Langeweile breitet sich über Floskeln aus.
• „Können wir das noch ein bisschen weicher und allgemeiner formulieren?“
Sicher. Aber dann landet’s auch weich in der Belanglosigkeit.
• „Hauptsache, es sieht modern aus.“
Content ist kein Möbelstück. Ohne Substanz hilft auch das schönste Layout nichts.
• „Ich hab hier ein paar Texte der Konkurrenz. Die könnte man doch als Bausteine leicht umformulieren.“
Willst du austauschbar sein? Wer anders sein will, muss sich trauen, anders zu klingen.
Wenn du spürst, dass dein Auftritt nicht (mehr) das zeigt, was in dir steckt, dann lass uns reden.
#intellectualbranding