Anthropic hat mit Claude Opus 4.6 ein Modell veröffentlicht, das gegenüber dem Vorgänger Opus 4.5 mehrere messbare Verbesserungen bietet – vor allem im professionellen Einsatz für Entwickler und Wissensarbeit. Einige der wichtigsten Features und Daten im Überblick:
1) Riesiges Kontextfenster für große Aufgaben
Claude Opus 4.6 ist das erste Modell der Opus-Familie mit einem 1 Million-Token-Kontextfenster (Beta). Das bedeutet, es kann deutlich größere Dokumente, ganze Codebasen oder lange Arbeitsabläufe in einem einzigen „Gedächtnis“ halten, ohne Kontext zu verlieren. Nach internen Tests zeigt das Modell auf langen Kontexten eine deutlich höhere Genauigkeit als frühere Vertreter.
2) Erweiterte Output-Kapazität
Das Modell unterstützt bis zu 128 000 Output-Tokens. Dadurch können längere Antworten, Berichte oder strukturierte Ergebnisse in einer einzigen Ausgabe erzeugt werden, was wiederum Zahl an API-Aufrufen reduziert und Workflows effizienter macht.
3) Agent Teams für paralleles Arbeiten
In Claude Code können jetzt sogenannte Agent Teams genutzt werden: Mehrere KI-Agenten bearbeiten koordinierte Teilaufgaben parallel. Gerade bei großen Softwareprojekten oder komplexen Analyseprozessen lassen sich so Arbeitsteile effizienter verteilen und automatisieren.
4) Adaptive Denksteuerung und gesteuerte Intelligenz (Effort-Parameter)
Anthropic hat neue Mechanismen eingeführt, mit denen die Tiefe der Modellverarbeitung steuerbar ist. Das „Effort-Parameter“ erlaubt Entwicklerinnen und Entwicklern, zwischen vier Stufen von Rechenintensität zu wählen – von sparsam bis maximal tiefgründig – was Einfluss auf Bearbeitungsdauer, Genauigkeit und Kosten hat.
5) Gleiche Preisstruktur, aber mehr Leistung
Claude Opus 4.6 ist weiterhin zu den bekannten Token-Preisen verfügbar (ca. 5 $/Million Input-Tokens und 25 $/Million Output-Tokens). Die Beta-Funktion für Kontexte über 200 000 Tokens kann jedoch zu Premium-Tarifen führen, wenn diese Schwellen überschritten werden.
6) Höhere Leistungsbenchmarks in Schlüsseldomänen
Interne Benchmark-Tabellen zeigen, dass Claude Opus 4.6 bei langem Kontext-Retrieval, mehrstufiger Planung, agentischen Coding-Aufgaben und Expert Reasoning in mehreren Kategorien gegenüber älteren Modellen sehr deutliche Leistungsgewinne erzielt.
Zusammengefasst zielt Claude Opus 4.6 darauf ab, KI-Workflows mit größerem Gedächtnis, koordinierten KI-Teams und steuerbarer Denkintensität effizienter und zuverlässiger zu machen – insbesondere für professionelle und Enterprise-Use-Cases.