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15 contributions to proLEADERSHIP Community
Meine Rolle in einem Satz.
Meetings, Entscheidungen, Mitarbeitergespräche, Projekte, Erwartungen von allen Seiten. Was du als Führungskraft täglich tust, kannst du wahrscheinlich ziemlich genau beschreiben. Schwieriger ist manchmal die Frage, woran du merkst, dass du deine Rolle gut ausfüllst. @Karl Hitschmann hat diese Woche einen Artikel von Oliver Hoffmann über das Lernen durch Reflexion geteilt. Einen Aspekt daraus möchte ich heute mit einem kleinen Impuls aufgreifen: Aus Fehlern versuchen wir zu lernen. Was gut funktioniert, hinterfragen wir dagegen viel seltener. Dabei lohnt es sich, gerade die gelungenen Momente genauer zu betrachten. Sie können uns helfen, die eigenen Maßstäbe für gute Führung zu erkennen und zu überprüfen. Wenn wir diese Maßstäbe mit anderen teilen, kommen weitere Perspektiven hinzu. Manchmal erkennen wir erst im Austausch, was wir selbst für selbstverständlich halten. 💬 Versuch es mit einem Satz: „An einem ganz normalen Arbeitstag merke ich, dass ich meine Rolle gut ausfülle, wenn …“ Kein Ideal, sondern ein Moment aus deinem Alltag. Lies danach gern auch die Sätze der anderen. Vielleicht entdeckst du einen Maßstab, den du bisher nicht berücksichtigt hast.
Meine Rolle in einem Satz.
1 like • 20h
@Karl Hitschmann Diese kleinen „Yesss!“-Momente sind echt wertvoll! 💡 Dein Beispiel mit der Führungsrolle im Meeting zeigt wunderbar den Unterschied zwischen Management und Leadership (den du auch in deinem Buch beschreibst). Anderen die Möglichkeit geben, Verantwortung zu übernehmen und daran zu wachsen. In diesem Post stecken eigentlich zwei kleine Reflexionsübungen. Die erste ist, die eigenen Maßstäbe für gelungene Führung sichtbar zu machen und durch die Perspektiven anderer zu erweitern. Du hast uns gleich zwei schöne Beispiele mitgegeben. Ich hoffe, es kommen noch weitere dazu. 😊 Die zweite Übung geht einen Schritt tiefer. Warum hat etwas gut funktioniert und was können wir daraus lernen? Wenn du auf deine beiden „Yesss!“-Momente zurückblickst, was hast du daraus für deine eigene Führungsrolle gelernt?
Wollen wir wirklich eine Antwort hören?
„Gibt es noch Bedenken?“ Eine Frage, die wir in Meetings oft stellen. Eine Antwort bleibt häufig aus, alle nicken und das Meeting ist beendet. Doch bedeutet Schweigen wirklich Zustimmung? Oft ist die Entscheidung längst gefallen. Ohne es zu wollen, haben wir womöglich signalisiert, dass Einwände jetzt eher stören. Wer trotzdem etwas sagt, stellt sich gegen die ganze Runde. Dabei kann schon eine kleine Veränderung in unserer Sprache einen Unterschied machen. Statt „Gibt es noch Bedenken?“ könnten wir fragen: „Was übersehen wir gerade?“ Plötzlich geht es nicht mehr darum, wer widerspricht oder einen Fehler findet. Wir suchen gemeinsam nach etwas, das uns bisher entgangen ist. Das kleine „wir“ verändert dabei mehr, als man denkt. Die Führungskraft stellt sich nicht über die Runde, sondern sucht selbst mit. Denn auch sie könnte etwas übersehen haben. Manchmal zeigt sich dialogische Gesprächsführung schon in der Art, wie wir eine Frage stellen. 💬 Mit welchen Fragen sorgst du dafür, dass in Meetings auch kritische Gedanken ausgesprochen werden?
Wollen wir wirklich eine Antwort hören?
2 likes • 13d
@Rosa Christine Dickbauer Es ist schön, wie deine Fragen meine ergänzen und wir gemeinsam weiterdenken. 😊 Jetzt wird es noch spannender! Mit „Was übersehen wir gerade?“ öffnen wir zunächst einen Raum. Aber ob jemand darin auch eine unbequeme Meinung ausspricht, hängt von beiden Seiten ab. Die Verantwortung liegt bei allen Beteiligten, wenn auch in unterschiedlicher Form. Die Führungskraft trägt die Verantwortung dafür, dass Menschen sich sicher fühlen und keine negativen Konsequenzen befürchten müssen, wenn sie anderer Meinung sind. Gleichzeitig müssen wir unsere eigene Position kennen und genügend Selbstvertrauen haben, um sie auch gegen die Mehrheit zu vertreten. Dazu gehört für mich auch Resilienz. Denn wir müssen mit dem umgehen können, was danach kommt. Schließlich können wir nicht erwarten, dass unsere Meinung immer Zustimmung findet. Einen weiteren Aspekt finde ich auch wichtig. Nicht jeder kann oder möchte seine Gedanken sofort vor der gesamten Runde äußern. Manche brauchen einfach mehr Zeit, um ihre Gedanken zu sortieren. Deshalb sollten wir solche Fragen auch nach dem Meeting offenhalten. Wie siehst du das, Rosa?
1 like • 21h
Praxiserprobte Impulse sind immer willkommen! 🙌 Ich finde, das zeigt auch echtes Selbstbewusstsein. Die eigenen Stärken zu kennen, aber auch Unsicherheiten offen ansprechen zu können. Gerade dadurch entsteht Raum für andere Ideen und Perspektiven. Danke fürs Teilen, @Karl Hitschmann 😊
Weglassen ist auch Führung.
Noch eine Aufgabe und noch eine Anfrage... Noch etwas, das dringend erledigt werden muss. Du kennst das Gefühl, ständig beschäftigt zu sein und trotzdem nicht wirklich voranzukommen. Du delegierst, arbeitest effizienter und trotzdem wird die To-do-Liste jeden Tag länger und der Kopf voller. 🤯 Seltener entscheidest du bewusst, was du nicht tust. Genau darin zeigt sich Selbstführung. Sie hilft dir, Prioritäten bewusster zu setzen, Handlungsspielraum zurückzugewinnen und wieder klarer zu denken. Leicht fällt das nicht immer. Aber Selbstführung lässt sich trainieren. Zum Beispiel mit einem kurzen Gedanken vor der nächsten Zusage: Jedes Ja ist auch ein Nein zu etwas anderem. Nicht jede Anforderung lässt sich einfach streichen oder weg priorisieren. Zur Selbstführung gehört auch, die Bedingungen offen anzusprechen, statt die Last still zu tragen. 💬 Wozu hast du zuletzt bewusst Nein gesagt und was ist dann passiert?
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Weglassen ist auch Führung.
Offenheit einfordern ist leichter, als sie selbst zu leben.
Wir wünschen uns Mitarbeitende, die mitdenken, Fragen stellen und Entscheidungen kritisch hinterfragen. Doch wie sieht es bei uns selbst aus? Auch wer Verantwortung trägt, kennt Momente, in denen es Überwindung kostet, der eigenen Führungskraft, der Geschäftsleitung oder einem wichtigen Kunden zu widersprechen. Manchmal liegt es nicht an uns, sondern am Umfeld. Trotzdem haben viele von uns Wege gefunden, auch dann etwas zu sagen. Was hilft dir persönlich am meisten, Bedenken offen anzusprechen? (Dir hilft etwas anderes? Schreib es gern in die Kommentare. 😊)
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Offenheit einfordern ist leichter, als sie selbst zu leben.
1 like • 6d
@Karl Hitschmann ich auch 😊
„Das funktioniert bei uns nicht.“
Ein Teammitglied schlägt vor, das wöchentliche Statusmeeting durch ein kurzes schriftliches Update zu ersetzen. Die Antwort kommt schnell: „Haben wir vor drei Jahren probiert. Funktioniert bei uns nicht.“ Ja, das stimmt sogar. Damals war das Team kleiner, die Abstimmung chaotisch und am Ende saßen doch alle wieder im Meeting. Heute arbeiten viele hybrid und die Verantwortlichkeiten sind klarer verteilt. Geprüft hat das niemand, weil die Erfahrung schon entschieden hat. Erfahrung schützt uns davor, Fehler zu wiederholen. Schwierig wird es, wenn aus einer Erfahrung eine feste Überzeugung wird, die wir nicht mehr hinterfragen. Für die Person mit der Idee klingt „Funktioniert bei uns nicht“ dann schnell wie „Spar dir die Mühe“. 🔄 Genau hier zeigt sich ein agiles Mindset. Wir können auf unsere Erfahrungen vertrauen und gleichzeitig bereit sein, unsere bisherigen Überzeugungen zu hinterfragen. 💬 Wann hast du zuletzt gemerkt, dass dich eine Erfahrung eher gebremst als geschützt hat?
„Das funktioniert bei uns nicht.“
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Da sprichst du einen wichtigen Punkt an, @Karl Hitschmann. Gerade wenn der Kopf schon mit zehn anderen Dingen beschäftigt ist, bleibt kaum Raum, um neue Ideen wirklich aufzunehmen. 🙈 Ich finde auch spannend, wie sehr uns unsere bisherigen Erfahrungen prägen. Wir bewegen uns oft in einem Umfeld, sowohl im echten Leben als auch digital, das unsere Sichtweisen eher bestätigt als hinterfragt. Deshalb versuche ich immer wieder ganz bewusst, meine eigene Bubble zu verlassen und Gespräche mit Menschen zu führen, die andere Erfahrungen und Perspektiven mitbringen. Das gelingt natürlich nicht immer, aber ich glaube, genau darin liegt eine wichtige Übung für unser Mindset. Interessant, wie in unserem Austausch gerade Agilität, Selbstreflexion, Aufmerksamkeit und Perspektivwechsel zusammenkommen... 😊
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Mihaela Nompleggio
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@mihaela-nompleggio-2087
Sparring für Leaders zu digitaler Präsenz, Human Skills & Zusammenarbeit mit KI | Gründerin Future Presence | Autorin

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